Jason F. Wright

Das Weihnachtsglas

ISBN: 978-3-453-40744-2
Heyne
gebundene Ausgabe
8,00 EUR

Familie / Weihnachten

Ausgerechnet an Heiligabend räumen Diebe Hope Jensens Wohnung aus. Die junge Journalistin ist ohnehin am Boden zerstört, weil erst vor Kurzem ihre Adoptivmutter gestorben ist. Doch dann erhält sie ein geheimnisvolles anonymes Geschenk. Sie ist wild entschlossen, den edlen Spender ausfindig zu machen. Dabei erfährt sie von einer wunderbaren Weihnachtstradition – und löst unverhofft das Geheimnis ihrer Herkunft.




Der Literaturbrummer meint:

In der Geschichte geht es um ein kleines Mädchen, das als Baby in einem Schnell-Restaurant abgestellt und von Louise Jensen gefunden wird. Anbei liegt ein Zettel, dass die Mutter das Baby vor dem gewalttätigen Vater in Sicherheit bringen möchte und dass sie hofft, jemand werde sich gut um sie kümmern. Louise adoptiert das Mädchen und gibt ihm den Namen Hope.

So erlebt Hope eine schöne Kindheit und wächst wohlbehütet heran. Doch dann stirbt Louise und ausgerechnet am ersten Weihnachtsfest ohne sie wird bei Hope eingebrochen und ihre Wohnung verwüstet. Mitten in ihrer Verzweiflung findet sie dann plötzlich ein Glas vor ihrer Haustür, gefüllt mit Kleingeld und Scheinen. Doch obwohl noch die Polizei ihre Untersuchungen in der Wohnung anstellt, hat niemand gesehen, wer das Glas abgestellt hat.

Hope arbeitet bei einer Zeitung und setzt nun alles daran, herauszufinden, was es mit dem Glas auf sich hat und von wem sie es bekommen hat. Sie findet Hinweise, dass es noch weitere Personen gibt, die mit so einem Glas beschenkt wurden und fühlt, dass es eine Story werden könnte, die ihr den Durchbruch bei der Zeitung beschert.

Sie lernt die Familie Maxwell kennen und die Begegnung mit der Familie und die wunderbare Geschichte, die ihr die Maxwells erzählen, verändern Hopes Leben nachhaltig, wenn auch auf ganz andere Weise als sie zunächst annimmt...

Der Roman ist einfach wunderschön geschrieben und bringt uns eine Tradition nahe, die man vielleicht selbst einmal fortführen könnte (oder sollte?). Zwischendurch hatte ich Tränen in den Augen und obwohl oder gerade weil er vielleicht teilweise nahe am Kitsch ist, ist der Roman wunderbar gefühlvoll und genau passend zur Weihnachtszeit. Mir hat er sehr gut gefallen und ich kann ihn all denen empfehlen, die an Weihnachten vielleicht nicht nur über teure Geschenke nachdenken und von einem Laden in den nächsten hetzen, sondern ein bisschen "Weihnachtsgefühl" empfinden möchten.
Ein schönes kleines Buch, das man sicherlich auch gut verschenken kann :-) Sehr zu empfehlen!



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