Alan Bradley

Flavia de Luce - Mord im Gurkenbeet

ISBN: 978-3-7645-3027-3
Penhaligon
gebundene Ausgabe
19,95 EUR

Krimi

Der Debütroman von Alan Bradley sorgte bereits vor Erscheinen für eine beispiellose Sensation: Er wurde mit dem renommiertesten Krimipreis der Welt ausgezeichnet, dem „Dagger Award“ – auf der Basis eines einzigen Kapitels!

Die junge Flavia de Luce staunt nicht schlecht, als sie im ersten Morgenlicht eine Leiche im Garten entdeckt – ausgerechnet im Gurkenbeet! Jeder hält ihren Vater für den Mörder, denn Colonel de Luce hat sich noch tags zuvor mit dem Verblichenen gestritten. Nur ein einziger Mensch glaubt felsenfest an die Unschuld des Colonels – seine neunmalkluge Tochter Flavia. Schließlich ist der Ermordete vergiftet worden, und – ganz im Gegensatz zu Flavia, die eine begnadete Giftmischerin ist – ihr Vater hat nie Interesse an der Chemie des Todes gezeigt. Also fragt Flavia in vermeintlich kindlicher Unschuld sämtlichen Zeugen Löcher in den Bauch. Hartnäckig folgt sie jeder noch so abwegigen Spur – bis sie einsehen muss, dass ihr Vater tatsächlich ein dunkles Geheimnis hütet. Und so befürchtet Flavia, dass sie vielleicht eine zu gute Detektivin ist...




Der Literaturbrummer meint:

Genial - ein außergewöhnlicher Roman mit außergewöhnlicher Hauptfigur!

Schon das Cover dieses Buches hat mir gut gefallen - irgendwie ein wenig skurril die Zeichnung und genauso ist auch die Hauptfigur des Romans. Flavia de Luce ist eine außergewöhnliche Elfjährige mit einem ausgefallenen Hobby - Gifte. Sie verbringt viel Zeit in ihrem Labor und hat sich nach und nach ein umfangreiches Chemie-Wissen angeeignet. Ihr Wissen wendet sie auch desöfteren für Rachefeldzüge gegen ihre Schwestern an, mit denen sie ständig im Streit liegt.
Ihre Mutter ist gestorben als sie noch sehr klein war und seit dieser Zeit lebt ihr Vater zurückgezogen und spricht kaum wirklich mit seinen Töchtern. Lieber widmet er sich seinem Hobby, dem Briefmarkensammeln.

Eines Tages belauscht Flavia einen Streit ihres Vaters mit einem Unbekannten und findet am nächsten Morgen eben diesen Unbekannten sterbend im Gurkenbeet. Im Gegensatz zur Polizei, die den Vater für den Mörder hält, glaubt Flavia an die Unschuld ihres Vaters und beginnt mit eigenen "Ermittlungen". Sie durchsucht dabei Hotelzimmer, befragt mögliche Zeugen und verschweigt dem Inspektor nicht nur, dass der Tote noch gelebt hat, als sie ihn fand, sondern auch die beiden Briefmarken, die sie in seinem Koffer gefunden hat und die eine bedeutende Rolle in dem Fall spielen.
Von ihrem Vater erfährt sie einiges über Geschehnisse in der Vergangenheit und nach und nach setzt sich das Puzzle um den Mord zusammen. Dabei gerät Flavia in Gefahr...

Die Geschichte wird von Flavia selbst erzählt, die teilweise einen recht morfiden Humor hat und richtig "böse" sein kann, besonders gegenüber ihren Schwestern. Aber sie ist auch ungewöhnlich klug und so kann sie langsam aber sicher die vielen Fäden entwirren, die sich um den Toten im Gurkenbeet ranken.
Das Verhältnis zum Inspektor entwickelt sich äußerst interessant - zunächst sieht er in ihr nur das Kind, das zufällig den Toten gefunden hat, doch am Ende muss er erfahren, dass sie doch mehr über Chemie allgemein und Gifte speziell weiß als er und ihm bei der Auflösung um einiges voraus war.

Flavia ist mir sofort ans Herz gewachsen, obwohl ich mich sonst mit so neunmalklugen Kindern nicht recht anfreunden kann. Der Roman ist sehr humorvoll und die Lösung überraschend. Ein Krimi, der mir super gefallen hat und ich hoffe wirklich sehr, dass bald neue Fälle von Flavia erscheinen werden! Ich möchte wirklich gerne mehr über Flavia selber aber auch über die interessanten Nebenfiguren lesen, z.B. das "Faktotum" Dogger, die Haushälterin und die beiden Schwestern. Bei allen handelt es sich um Charaktere, die die Neugier des Lesers wecken und durchaus noch viel Potenzial für ihre Entwicklung aufweisen.

Hoffentlich müssen wir nicht zu lange auf Band 2 warten...



[ Buchtipps A - D ]

[ Gesamtliste ]